Entstehung von Prospekt und Objekt

II.I.      Die Immobilie und ihr „wahrer“ Preis

Angeblich erwarb die Gesellschaft am 04.09.1996 die Immobilie durch notariellen Kaufvertrag. Da stehen im Prospekt Grundstückskosten i.H.v. 25.260.000 DM! Verkäufer war die Deutsche Post, vertreten durch ihren Prokuristen Klaus Dieter Altmannsberger. Käufer waren die beiden Herren Helmut Jäger und Reinhard Goeser für eine Grundstücksverwaltung Objekt Fuggerstadt-Center-GmbH aus Gilching.
Nun beinhaltet der 22-seitige Kaufvertrag aber noch weitere interessante Zahlungen, die den Kaufpreis anders gestallten:

  • Seite 8 Punkt 5 weist einen Kaufpreis i.H.v. 23.000.000DM aus!
  • Der Verkäufer (die Post) zahlt dem Käufer (der Gesellschaft) für weitere Nutzung bis einschließlich 08.03.1998 2.400.000DM!
  • Auf Seite 9 des Kaufvertrages sagt der Verkäufer (Post) dem Käufer (Gesellschaft) zu, dass wenn der Käufer (Gesellschaft) von der Post bis zum 31.03.1997 das Grundstück Kirchenstrasse 68 / Elsässer Straße 5 in München kauft, der Kaufpreis um weitere 7.000.000DM reduziert wird!
  • Im Nachtrag zum Kaufvertrag, URNr. 1048 *30.04.1997 wird dann der erste Kaufpreis i.H.v. 23.000.000 DM um 2.200.000 DM auf 20.800.000 DM reduziert. Es wird notariell bestätigt, dass der Betrag von 2.200.000 DM dem Käufer bereits zurückgezahlt wurde! Dieses Geld wurde bezahlt/kassiert, weil die angegebenen Stellplätze nicht vorhanden waren.

 

Der „wahre“ Preis:



Kaufpreis laut Prospekt  
Kaufpreis laut Vertrag   
Nutzungsgebühr bis 08.03.1998 
Kickback für Münchener Grundstück
Rückzahlung wegen Stellplatzmangel 
  
DER PREIS



WO SIND DIE 13.860.000 DM?




DM 25.260.000
DM 23.000.000
DM   2.400.000
DM 7.000.000
DM   2.200.000

DM 11.400.000


II.II.        Der Bau und sein „wahrer“ Preis

Im Prospekt verkauft man „Die kalkulierten Gesamtkosten für das Vertragsobjekt einschließlich der noch zu erbringenden Bauleistung betragen 144.800.000DM.“! Dies impliziert, dass nach Abzug der angeblichen Grundstückskosten i.H.v. 25.260.000 DM
die Baukosten bei 119.540.000DM lagen.
Zwischenzeitlich ist bekannt, das der „wahre“ Preis nach heftigen juristischen Auseinandersetzungen bei 75.000.000DM lag.



Der „wahre“ Preis:

Bauleistungen laut Prospekt                   DM 119.540.000
Finaler Preis an ARGE                              DM 75.000.000




Frage: WO SIND DIE 44.540.000 DM?